Gestern habe ich es endlich hinbekommen Invictus anzusehen. Ich wollte den Film ja eigentlich im Kino anschauen, aber irgendwie ist daraus nichts geworden, daher durfte es unsere neu erworbene Blueray sein.
Das soll hier jetzt kein professionelles Review werden; Ich möchte nur ein tolles Gedicht dazu in den Raum werfen, welches dem Film seinen Namen gegeben hat:
William Ernest Henley:
Invictus (Unbezwungen)
Aus dieser Nacht, die mich umhüllt,
von Pol zu Pol schwarz wie das Grab,
dank ich welch immer Gottes Bild
die unbezwung’ne Seel mir gab.
Wenn grausam war des Lebens Fahrt,
habt ihr nie zucken, schrein mich sehn!
Des Schicksals Knüppel schlug mich hart -
mein blut’ger Kopf blieb aufrecht stehn!
Ob zornerfüllt, ob tränenvoll,
ob Jenseitsschrecken schon begann:
das Grauen meines Alters soll
mich furchtlos finden, jetzt und dann.
Was kümmert’s, daß der Himmel fern
und daß von Straf’ mein Buch erzähl’,
ICH bin der Meister meines Los´,
ICH bin der Captain meiner Seel’!
Mir gefallen vor allem die letzten beiden Zeilen, vor allem in englischer Sprache: “I am the master of my fate, I am the captain of my soul”. Die letzte Strophe ist nahezu majestätisch.
Das soll hier aber dennoch eine Empfehlung sein, denn der Film ist super. Morgan Freeman spielt seine Rolle als Nelson Mandela einfach genial und man kauft ihm jedes Wort ab. Das Extra Material der Blue Ray bietet sogar die Möglichkeit, das Treffen zwischen Freeman und Mandela zu beobachten. Man stellt gleich fest wie herzlich Mandela ist und wie froh er war, dass Morgan Freeman seine Rolle gespielt hat. Die Ähnlichkeit ist aber auch wirklich verblüffend.
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Ich hab den Film schon vor einer Weile sehen können und fand den auch klasse. Das Gedicht habe ich mir nach dem Film auch erst mal gegoogled. Es gibt auch einige schöne Varianten davon bei YouTube… wenn man es sich anhört, ist es noch intensiver, als wenn man es nur liest.
@Sascha: Du hast Recht, da gibt es wirklich ein paar schöne Varianten. Am besten gefällt mir aber immer noch die direkte Stelle im Film, wenn die Mannschaft das Gefängnis besichtigt.
Hab den Film vor ein paar Tagen im TV gesehen. Einfach Hammer.
Der Film, die schauspielerische Leistung. Alles.
Ich habe heute Morgen diesen Film gesehen und mich gleich auf den Weg gemacht dieses Gedicht zu finden.
Der Film war wirklich sehr sehr gut.
Mir ging dieser Film schon sehr nahe.
Sein Gedicht findet sich in Anthologien, ist aber erst durch die Hinrichtung von Timothy J. McVeigh (dem ehemaligen Soldaten, der ein großes Bürohaus in Oklahoma mit Hunderten Menschen in die Luft sprengte) der weiteren Öffentlichkeit bekannt geworden.
Vor ihrer Hinrichtung pflegen Verurteilte in den Vereinigten Staaten ihre „Letzte Aussage“ niederzuschreiben. McVeighs „Final Statement“ enthält ausschließlich den Text dieses Gedichts.
@Sonja:
Sonja, das stimmt, das verleiht dem ganzen noch mal einen erfürchtigen, erschauernden Eindruck.
Das geicht gibt mir persönlich so viel Stärke!