Gastartikel: Eine Freude machen

Hallo liebe Leser von Sonjas Blog, liebe Julklappteilnehmer und zufällige Klicker, heute bloggt hier Mary Malloy – das bin ich! ;-) Und ich bin: Mitte zwanzig, gebürtige Sächsin, studierte Pädagogin mit wirtschaftlichem Schwerpunkt, wohnhaft und arbeitend in München mit Umzugsplänen nach Dresden und seit ein paar Wochen glücklich vergeben.

Wie kam ich also auf das, was ihr dann gleich lesen werdet? Anfang Dezember habe ich auf das Jahr 2009 zurückgeblickt und festgestellt, dass ich trotz aller Widrigkeiten (Diplomarbeitsstress, Arbeitslosigkeit und privatem Tohuwabohu) sehr froh darüber bin, wie sich die Dinge in den letzten Monaten entwickelt haben. Ich bin zufrieden mit mir und meiner aktuellen Lage, so zufrieden, dass mir wirklich nichts einfällt, wenn ich danach gefragt werde, was ich mir jetzt zu Weihnachten wünsche. Eigentlich bin ich ein Fan von praktischen Geschenken, aber in diesem Jahr zum ersten Mal durch meinen Berufseinstieg finanziell in der Lage, mir diese Wünsche selber zu erfüllen. Wunscherfüllung kommt diesmal also einer Art Luxus gleich und ist das Sahnehäubchen auf dem, was mir das Jahr 2009 gebracht hat. So entstanden die folgenden Zeilen:

Noch ein paar Tage sind Zeit, um sich über die diesjährigen Geschenke für die Lieben Gedanken zu machen. Und bevor ihr euch in zwei Wochen auf die Suche nach Last-Minute-Geschenken machen müsst, lest bitte weiter und verschont eure Lieben mit den bösen drei D – Penetrant riechenden Duftkerzen, Duschgels oder irgendwelchem Dekokram, dessen einzige langfristige Bestimmung es nicht ist, das Auge zu erfreuen, sondern schlichtweg im Regal zu verstauben. Bitte, seid gnädig!

An dieser Stelle sei kurz bemerkt, dass sich solche „kostbaren“ und „sorgsam ausgewählten“ Geschenke andererseits natürlich ganz wunderbar für bestimmte andere Menschen eignen: Blöde Stiefgeschwister, nervige Onkel, ungeliebte Schwiegermütter, falls euch das betrifft – mich zum Glück nicht!

Zurück zur Geschenkauswahl und den sich jährlich wiederholenden Fragen: Was soll man den Menschen schenken, mit denen man (gern!) befreundet ist, die man wirklich schätzt, mag oder gar liebt? Was schenkt man jemandem, der offenbar schon alles hat? Was jemandem, der gar nichts will?

Schenkt, was keiner bezahlen kann und sich viele wünschen: Schenkt Aufmerksamkeit, schenkt Verständnis, schenkt eure Zeit! Denkt an die, die in diesem Jahr einen geliebten Menschen verloren haben. Denkt an die, die berufliche Probleme hatten. Denkt an die, denen es gesundheitlich nicht gut geht. Denkt an die, die verlassen, betrogen oder hintergangen wurden. Denkt auch an die, von denen ihr wisst, dass es ihnen gut geht – oder das glaubt.

Und bitte: Greift zum Hörer und ruft an, schreibt eine Mail oder einen Brief, schaut persönlich vorbei, aber meldet euch. Seid Freunde, fragt mal nach, seid ansprechbar und habt ein offenes Ohr. Gebt den Menschen, die euch wichtig sind, das Gefühl, dass sie nicht alleine sind! Und auch, wenn ihr vielleicht materiell nichts für sie machen könnt, so könnt ihr doch eins: Da sein.

Helft eurer Mutter nach dem Weihnachtsschmaus mal in der Küche und fragt sie zwischen Spülmaschine und Dessert, was sie sich für das neue Jahr wünscht. Achtet das Alter und hört dem Großvater zu, wenn er an Weihnachten Geschichten von früher erzählt. Ruft eure Kumpel oder Freundinnen an und fragt, ob sie spontan Lust auf einen Kneipenbesuch haben. Denkt an eure Kollegen, Nachbarn und Freunde und erfreut sie ganz altmodisch einfach nebenbei mit einer Weihnachtskarte und persönlichen Grüßen. Schenk ein schönes Weihnachten – es ist so einfach, etwas Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken und damit jemandem eine Freude zu machen. Zeigt, dass ihr an andere denkt und für sie da seid, denn ein Geschenk muss man weder anfassen können, noch muss es teuer gewesen sein.

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18 comments to Gastartikel: Eine Freude machen

  • Lily (1 comments)

    Liebe Mary, wie immer gut geschrieben :) Du hast so Recht. Ich nehm mir das in jedem Jahr wieder neu vor, und dann versink ich doch wieder in meinen eigenen Untiefen- gut, dass du da mal erinnerst.
    :-)

    Lily

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  • Jouir la vie (1 comments)

    Wunderschöne Worte in diesen trubeligen Zeiten des vorweihnachtlichen, selbst herbeigesonnenen Treibens von Hektik, Stress und Depressionen.
    Würden nur mehr Menschen diese Gedanken in sich tragen und umsetzten, denn es ist ja sehr einfach, dann wäre Weihnachten annähernd wieder das, wofür diese Feiertage eigentlich gedacht sind, ein christliches Fest und kein Konsumrausch…
    Servus und so long
    Kvelli

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  • Pottkieker (1 comments)

    Die Mary.. Haste schön geschrieben.. Wünsch dir eine schöne Adventszeit!

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  • Kunstfehler (1 comments)

    Schön geschrieben! :)

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  • Michaela (1 comments)

    Schön geschreiben und wunderbare Gedanken!

    Gut, wenn frau so hin und wieder daran erinnert wird im Trubel der Vorbereitungen. Danke!

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  • Sonja (509 comments)

    Mir gefällt der Text auch sehr gut, vor allem der Apell an die Menschen, Gutes zu tun. Das fängt -wie du schon sagtest- bei den kleinen Dingen an. Viele kleine Dinge sind ja zusammengefasst auch eine große Sache. Man kann so vielen Leuten mit einer kleinen Aufmerksamkeit ein Lächeln ins Gesicht zaubern, vor allem älteren Leuten wie den Großeltern, die den Wert immer zu schätzen wissen. Die Erfahrung habe ich zumindest gemacht.
    In diesem Sinne: Danke für den schönen Artikel! :)

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  • Coco (1 comments)

    Wunderbar geschrieben, Mary. Und Du hast ja so recht.
    LG, Coco

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  • Fr. Eiskalt (1 comments)

    Weise Worte – Perfekt auf den Punkt gebracht.
    Ich händle es seit Jahren so mit Freunden und Familie – wir unternehmen gemeinsam Dinge, verschenken Aktivitäten, kochen gemeinsam, etc. …gemeinsame Zeit und Erlebnisse sind durch nichts aufzuwiegen ;)

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  • la.leo.dy (1 comments)

    hach ja… recht hat ‘se die mary! und schön geschrieben ist es auch :-).

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  • rebhuhn (1 comments)

    liest sich als schöne erinnerung – allerdings habe ich vermehrt in den letzten wochen [wieder] angefangen, meine verwandten mit sog. stipp-anrufen zu versehen… ist sowas wie ‘ne nicht-persönliche stipp-visite ;) !

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  • PhanThomas (1 comments)

    Das sag ich ja auch immer. Und dann kommt ein dickes ABER, denn irgendwie geht’s in die Köpfe der Menschen nicht so ganz hinein, dass man zu Weihnachten nicht kommerziell sein muss. Die Gesellschaft lebt’s vor. Ich halte es dieses Jahr so, wie Mary sagt – auch wenn meine eigene Situation, hm, gelinde gesagt, beschissen ist. :-) Muss ja keiner merken. Ahem.

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  • baloudeber (1 comments)

    dann hab ich ja die letzten zwei jahrzehnte fast alles richtig gemacht ;-) => geiz ist nicht nur geil sondern auch nützlich ;-)

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  • Eve (1 comments)

    Schließ mich den anderen an, sehr schön geschrieben!

    Freu mich zunehmend auf Weihnachten:-)

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  • Mary Malloy (16 comments)

    Lily: Dann aber in diesem Jahr! Auf geht’s, logeplant!

    Jouir la vie: Naja, paar Geschenke gibt’s schon trotzdem, aber wichtiger ist mir, dass es einfach SCHÖÖÖN wird!

    Pottkieker: Danke, die wünsch ich dir auch! :)

    Kunstfehler: Merci, merci!

    Michaela: Na genau so war’s gedacht!

    Sonja: Dein Lob freut mich besonders, man will ja den Blog des anderen nicht zumüllen… ;)

    Coco: Das Schlimme ist ja, dass man das grundsätzlich weiß, aber selten dran denkt. Deswegen meine kleine Erinnerung!

    Fr. Eiskalt: Stimmt, gemeinsame Zeit ist goldwert!

    la.leo.dy: Danke, danke!

    rebhuhn: Wieso Erinnerung? Früher war auch nicht alles besser, man muss halt dran arbeiten.

    PhanThomas: Wenn ich mal in B. oder dann in B. bin, komm ich dich drücken… ;)

    baloudeber: Geizig bist du wirklich übermäßig, aber dafür sonst gar nicht so übel, das passt dann wieder! :p

    Eve: Glaub ich dir gerne, wahrscheinlich freust du dich doppelt! *g*

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  • Yuki_Keylin (1 comments)

    Du hast vollkommen recht! Sehr schöner Beitrag. :)

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  • [...] schrieb “Weihnachten auf Plattdeutsch” bei Lordy. Mary Malloy schrieb “Eine Freude machen” bei [...]

  • [...] schrieb “Weihnachten auf …” bei Lordy. Mary Malloy schrieb “Eine Freude machen” bei Sonja. Kleinod schrieb “Ich (w, 21, schlank)…” bei [...]

  • [...] schrieb “Weihnachten auf Plattdeutsch” bei Lordy. Mary Malloy schrieb “Eine Freude machen” bei Sonja. Kleinod schrieb “Ich (w, 21, schlank) suche Verstand (Aussehen egal)” [...]

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