Umweltsünder Google?

Heute hatte ich die erste Sitzung in der Vorlesung Umweltökonomik. Allgemein geht es darum warum und wie überhaupt die Ökonomen dazu gekommen sind, über die Umwelt nachzudenken und wie man heute mit aus ökonomischer Sicht mit dem Problem umgeht. Darüber haben wir also heute eine Einführung gehört.

Der Professor führte natürlich auch einige Beispiele auf. Eines davon betraf unsere allseits beliebte Suchmaschine. Und jetzt haltet euch fest: Jede Google-Suchanfrage, die wir tätigen, ist schädlich für unsere Umwelt. Im Klartext bedeutet dies, dass zwei Suchanfragen 15 Gramm CO2 freisetzen. Das Ganze  multipliziere man mit den geschätzten 150 Mio Suchanfragen pro Tag, die in die Suchmaschine eingegeben werden, und es wird klar welches Ausmaß es annimmt.

Eine Glühlbirne kann von einer solchen Suchanfrage 3 Minuten lang brennen. Um einen Vergleich zu haben, führte mein Professor die Luftfahrt an und sagte, dass aufs Jahr hochgerechnet, Google genauso viel CO2 freisetzt wie es im gesamten weltweiten Luftverkehr pro Jahr der Fall ist.

Ich find´s mal richtig übel und wollte es auch erst gar nicht glauben. Dann habe ich aber noch Unterstützung für diese Worte gefunden und es scheint wirklich so zu sein. Vielleicht war es ja auch schon vielen klar, aber ich wusste es nicht ;)

Hinzuzufügen ist allerdings, dass Google sich diesen Ausmaßen bereits längst bewusst ist und natürlich Maßnahmen ergreift, damit die Server umweltfreundlicher arbeiten können.

Außerdem gibt es ja auch viele Argumente, die für die Arbeit mit dem Internet sprechen. Beispielsweise können so viele Beschäftigte von zu Hause arbeiten und sparen sich somit die Autofahrt zur Arbeit, was ja wiederum der Umwelt zu Gute kommt. So wird ja auch irgendwie eine Balance gefunden.

Was so ein Professor alles weiß… unglaublich. :D

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5 comments to Umweltsünder Google?

  • Gilly (5 comments)

    Das ein solch großes Unternehmen wie Google natürlich Tonnenweise co2 mit seinen Servern ausstößt ist klar, aber Google investiert auch viel Geld um alternative Energien voran zu treiben!

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    Sonja (511 comments) Antwort vom Oktober 22nd, 2009 17:56:

    @Gilly, Ich habe mir irgendwie nie Gedanken darüber gemacht WIE VIEL co2 dabei ausgestoßen wird und deswegen haben die Zahlen michw ohl sehr überrascht! :) Gut, dass Google wenigstens dafür sorgt, dass auch etwas auf der anderen Seite getan wird!

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  • Malte Landwehr (3 comments)

    Bei der Arbeit zu Hause spart man zwar Benzin aber es gibt auch Mehrausgaben für Beleuchtung, Heizung, Backofen, Strom der Kaffeemaschine, usw. die in einem Büro durch alle Leute geteilt geringer ausfallen würden.

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  • Sonja (511 comments)

    @Malte Landwehr: Willkommen auf meinem Blog! :) Und ich muss dir natürlich Recht geben, dass man zu Hause auch Energie verbraucht. Fragt sich nur in welchem Verhältnis das alles zueinander steht. Darüber habe ich aber leider kaum Vorstellungen.

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  • Icke (1 comments)

    Google ist halt bei allem schneller, auch beim CO2 Ausstoß :twisted:

    @Malte Landwehr: Klar, ohne meine frisch gebackenen Brötchen aus dem Ofen, 8 Litern Kaffee und 30°C unterm Kronleuchter ist so ein Morgen nicht derselbe.
    Abgesehen davon, dass ich mir im Büro ja die lausigen 18 Leuchtstoffröhren mit meinen 3 Kollegen teilen muss, hinkt dein Vergleich ein wenig.

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