Filmkritik: Harry Potter und der Halbblutprinz

HalbblutprinzGestern habe ich endlich den neuen Harry Potter im Kino sehen dürfen. Vorher hatte ich leider nie Zeit, es war zu teuer oder ich musste mit meinen Kommilitonen Semesterabschluss feiern!

Bei vielen Bloggern habe ich gelesen, dass sie nicht so sehr begeistert von der Verfilmung des 6. Teils nach J.K. Rowling waren. So berichtete man von spannungsloser Story oder einem auf Liebesgeschichten reduzierten Film.  Davon ließ ich mich aber nicht abschrecken, denn ich hatte das Buch zum Film vor einiger Zeit gelesen, konnte mich zwar nicht mehr so ganz genau an jedes Detail erinnern, aber war dennnoch sehr gespannt auf die Verfilmung. Mein Schatz war aber mit im Kino und hatte den Band erst vor kurzem gelesen und konnte mir immer wieder auf die Sprünge helfen. :)

Kurz zur Story des Buches:

Während in der Welt der Muggel und in der der Zauberer Lord Voldemorts grausamer Einfluss immer spürbarer wird, geht es danach in Hogwarts zunächst wie gewohnt weiter. Fast zumindest: Ein neuer Lehrer unterrichtet, und allerlei Liebesverwicklungen halten nicht nur die Teenager in Aufregung. Dumbledore ist jedoch immer häufiger abwesend. Aber zwischendurch nimmt er sich Zeit, um mit Harry zusammen tief in die düstere Vergangenheit seines Erzfeindes einzutauchen. Doch Harry hat noch andere Sorgen: Er verdächtigt Draco Malfoy, sich den Todessern angeschlossen zu haben — was niemand ernst nimmt. Und der undurchsichtige Snape scheint Draco sogar zu helfen, wo er kann. Nur gut, dass Harry das Buch mit den Notizen des geheimnisvollen Halbblutprinzen in die Hände gefallen ist. Damit kann er zumindest im Zaubertrankunterricht glänzen. Doch wer ist dieser Prinz? Und was sollen Harry und Dumbledore tun, als sie etwas über Lord Voldemort herausfinden, das den Kampf aussichtsloser erscheinen lässt als je zuvor?

(Quelle: www.amazon.de)

Der Film

Soweit also zur Buchstory. Der Film weicht jedoch in einigen Richtungen vom Buch ab, was ich persönlich nicht als schlimm empfunden habe. Viele beschweren sich darüber, dass es nur um übertriebenes Teenager-Geturtel geht, aber das Thema spielte im Buch nun mal eine große Rolle.  Wieso sollte man es also im Film anders gestalten? Ich fand´s außerdem sehr süß gemacht und es gehört ja auch zur Entwicklung der Figuren dazu. Wieso also den wichtigen Schritt in ihrem Leben einfach ausblenden? Außerdem kommt die Story an sich ja nebenher nicht zu kurz. Ich kann anderen zustimmen, wenn sie sagen, dass dieser Film eigentlich nur auf die beiden letzten Filme vorbereiet. Stimmt! Aber auch das war die Absicht des Buches und ich finde es gut, wenn das in dem dazugehörigen Film nicht verdrängt wird. So bleibt die Spannung auf das Ende gehalten und weckt die Neugierde auf die Zukunft (und bringt vielleicht einige dazu, das letzte Buch doch noch zu lesen, was ich nur empfehlen kann).

Fazit:
Für diejenigen, die die Bücher nicht lesen, überzeugte der Film sicherlich nicht durch Spannung und enttäuschte vielleicht ein wenig. Für die Leser des Buches allerdings war es genau richtig und weckt die Freude auf den siebten Teil, welcher ja bekanntlich in zwei Filme aufgespalten wird. Mich hat der Film überzeugt und ich freue mich jetzt schon auf die beiden letzten Filme, denn das Buch war einfach nur total spannend und weckt die Vorfreude.

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4 comments to Filmkritik: Harry Potter und der Halbblutprinz

  • Katja (2 comments)

    Ich habe ihn gestern auch gesehen.
    Die Verfilmung an sich fand ich gut, aber auch mir fehlte die Spannung, die im Buch wesentlich größer war. Vor allem aber war ich enttäuscht, dass die Schlussszene mit dem “Kampf” radikal gekürzt wurde. Die Bösen waren einfach da, haben kurz aufgemuckt und sind unentdeckt wieder abgehauen. Wo war die Schüler-gegen-das-Böse-Szene? Auch die Beerdigungsszene hat komplett gefehlt.
    Dass von einem Buch nicht alles verfilmt werden kann, verstehe ich ja, aber doch bitte zumindest die Schlüsselszenen.

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    Sonja (509 comments) Antwort vom Juli 30th, 2009 14:47:

    @Katja, Du hast Recht, die Schüler-gegen-das-Böse-Szene hat mir auch gefehlt. Aber kommt die Beerdigungsszene nicht erst am Anfang des letzten Buches? Ich bin mir grad nicht mehr ganz sicher.

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  • MrsBumblebee (14 comments)

    Ich fand das Buch relativ gut umgesetzt, aber es war meiner Meinung nach die schwächste Verfilmung bisher.

    Hier – wie aber auch bei anderen Teilen – verstehen Nicht-Leser manche Teile nicht und mein Freund fragte am Ende “Wie, das war’s? Da ist ja nix passiert”. Als Leser der Bücher weiß man, dass vieles Grundlage für den Schluss ist. Naja, ich schaue mir den letzten Teil natürlich auch an und hoffe, dass die langwierige Zelterei im Film etwas verkürzt dargestellt wird. Das hat mich nämlich im 7. Buch ganz schön genervt.

    @Katja und Sonja: Soweit ich mich erinnere, heißt das letzte Kapitel im 6. Bucch “The white (oder marble) tomb” und da ist dann auch die Beerdigung.

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    Sonja (509 comments) Antwort vom Juli 31st, 2009 09:43:

    @MrsBumblebee, Vielleicht hatte ich einfach eine andere Ausgangslage für den Film, da meine Freund UND ich beide das Buch gelesen hatten und so einiges selbstverständlich für uns war.
    Das mit der langen Zelterei könnte wirklich gefährlich werden für die Spannung, aber ich denke, dass die Drehbuchautoren sich dem bewusst sein werden und eine gute Alternative finden! :)

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