Um die französische Sprache ist es ganz eindeutig gestellt: Man liebt sie oder man hasst sie. Ich möchte euch heute davon erzählen, warum ich sie und die dazugehörige Kultur, das Land und die Lebensart liebe, was mich an ihr fasziniert und warum ich glaube, dass manche sie nicht mögen. Auf die Idee, darüber zu schreiben, bin ich eigentlich nur gekommen, weil ich grad alte Erinnerungen aufgefrischt habe. Dazu gehört auch das folgende Lied:
Es ist vielleicht auch als kleiner Einstieg für diesen Artikel geeignet, da es sich um eine französische Band handelt, die aber bestimmt mittlerweile in Frankreich schon wieder aus der Mode geraten ist.
Der Anfang
Seit ich in der siebten Klasse als Wahlpflichtfach Französisch als zweite Fremdsprache gewählt habe, kann mir niemand mehr meine Leidenschaft dafür ausreden. Ich bin einfach nur dankbar, dass ich in der siebten Französisch gewählt und Latein erst ab der neunten Klasse dazugenommen habe. Andernalls hätte ich sicherlich nie gemerkt, wie schön ich die Sprache finde. Ich gebe zu: Ein bisschen fanatisch war ich schon. Sobald irgendwo auch nur das Wort Frankreich in den Mund genommen wurde, gab ich meine Aufmerksamkeit voll und ganz hin. Heute ist es nicht mehr ganz so “schlimm”. Man wird ja auch erwachsener mit der Zeit.
Für einige eine Hassliebe?
Gleichzeitig bin ich mir der Tatsache bewusst, dass mir in meiner Meinung längst nicht jeder zustimmt, denn aus Erfahrung kann ich sagen, dass viele die französische Sprache einfach nur hassen. Ich glaube, dass sie einfach nicht jedem liegt und sie auch recht schwer zu erlernen ist. Man muss sich schon voll und ganz darauf einlassen, ansonsten kann man da nicht mitfühlen. Außerdem hat ja zum Glück jeder unterschiedliche Interessen und Vorlieben, worin mir sicher einige von euch zustimmen werden.
Parlez-vous francais?
Ich habe auch schon einige Zeit in Frankreich verbracht. Ich könnte den Franzosen den ganzen Tag beim Sprechen zuhören. Meiner Meinung nach ist die Sprache total galant und schön. Gleiches gilt für die Kultur in unserem europäischen Nachbarstaat. Ich finde, dass die Franzosen einfach eine Gelassenheit an den Tag legen, von der wir uns hier gut eine Scheibe abschneiden könnten. Paris ist sicherlich das Standardbeispiel aber dennnoch ein sehr zutreffendes, wenn man das typische französische Flair beschreiben möchte. Für mich gibt es nichts Schöneres als in Paris durch die kleinen Gassen mit den netten Cafés zu schlendern, am liebsten durch Montmartre, es ist zauberhaft dort. Aber es gibt noch so viele andere schöne Ecken dort. Glücklicherweise war es mir schon fünf mal gegönnt, einige Zeit dort zu verbringen und ich würde auch noch hunderte Male mehr dort hinfahren.
Haute-cuisine
Hinzukommt natürlich auch die französische Küche mit ihren unzähligen Spezialitäten. Die Franzosen können nicht nur unglaublich gute Crêpes herstellen, welche übrigens in der Bretagne zum Frühstück, Mittag, Kuchen und Abendbrot gegessen werden. Das Land bietet auch so einigen anderen Gaumenschmaus.
Wie ihr merkt, schmelze ich nur so dahin, wenn ich anfange von meiner Leidenschaft Frankreich und seiner Sprache zu schwärmen. Vielleicht geht es euch ja ähnlich und ihr könnt euch auch für eine Sprache oder ein Land derartig begeistern. Vielleicht könnt ihr es aber auch gar nicht nachvollziehen, lasst es mich wissen.





Bah, Französisch!
Dieses Umgangssprachenlatein kommt mir nicht ins Haus.
Aber französisches Essen ein Gaumenschmaus? Okay, Crepes und Baguette sind okay, aber die haben auch furchtbar ekelhaftes Zeug da, zum Beispiel die klassischen Froschschenkel. Würg…
Sonja (452 comments) Antwort vom Juli 27th, 2009 09:41:
@Konna, Ich wusste, dass sowas von dir kommt!
Es ist einfach alles Geschmackssache: Die Sprache, das Essen, einfach alles. Ich würde auch nicht gleich mit Froschschenkeln anfangen!
Ich hab zum Beispiel mal Algen gegessen und selbst die können so zubereitet werden, dass sie gut schmecken!
Ja, ich gehöre auch eher zu den Menschen, die eher abgeneigt sind. Ich hatte eine gaaaaaanz furchtbare Französischlehrerin und obwohl ich die Sprache vier Jahre lang gelernt habe, kann ich nur noch ein paar Sätze und verstehe so gut wie gar nichts mehr. Ich finde es auch nicht schade drum. Ich mag den Klang nicht so gerne und mag die vielen üüüüüüs nicht :-)
Aber nach Paris will ich trotzdem mal.
Sonja (452 comments) Antwort vom Juli 27th, 2009 09:43:
@MrsBumblebee, Sowas finde ich immer wieder total schade, wenn die Lehrerin einem so etwas verderben muss. Ich hatte zum Beispiel gleich in der siebten Klasse eine Französin als Lehrerin, die einfach alles so gut rüber gebracht hat, dass mich die Sprache nur faszinieren konnte. Das war sicherlich auch mein Glück.
Nach Paris musst du unbedingt: wuuuuuuuuuundervoll!
Ah, français… im ersten Schuljahr, wo ich es hatte (9. Schulstufe), habe ich es geliebt und war total begeistert, was sicher auch an der Lehrerin gelegen ist (resolute ältere Französin, die großen Wert darauf legte, dass wir möglichst viel sprechen, egal, wie grammatikalisch ‘perfekt’ – sie ist nach diesem Jahr leider in Pension gegangen). Die folgenden drei Jahre ist es mit der Begeisterung rapide bergab gegangen, obwohl die Lehrerin, die ich dann hatte, eigentlich auch recht nett war, aber sie konnte die Sprache einfach nicht so gut vermitteln und wir haben viel Grammatik ‘durchgepeitscht’, oft ohne richtig zu kapieren, worum es eigentlich geht.
Heutzutage sind – bei den romanischen Sprachen – meine Vorlieben aus eigentlich eher unerfindlichen Gründen ganz klar verteilt: Portugiesisch und Italienisch top, Französisch und Spanisch (jedenfalls Castillisch) flop (Rumänisch kenne ich zu wenig). Seltsam, aber wahr…
Sonja (452 comments) Antwort vom Juli 29th, 2009 21:08:
@Jü, Ich find´s immer wieder traurig wie sehr eine Lehrerin alles vermiesen kann! Da könnt ich mich ja immer wieder drüber aufregen!
Deine Vorliebe für Italienisch teile ich auch. Irgendwann werd ich die Sprache auch noch erlernen. Das habe ich mir ganz fest vorgenommen!
Die Leidenschaft für Frankreich kann ich voll und ganz nachvollziehen, aber es stimmt schon, man macht sich nicht nur Freunde damit.
Hatte Französisch bereits als erste Fremdsprache und bin dann auch später in jeden Sommerferien nach Frankreich gefahren. Da lernt man das Land einfach lieben.
Leider merke ich, dass die Sprache immer mehr einrostet seit ich nicht mehr regelmäßig nach Frankreich fahre und das ärgert mich schon etwas.
Sonja (452 comments) Antwort vom Juli 29th, 2009 21:05:
@sprity, Hey Spity, willkommen hier! Schön dass auch mal jemand meine Leidenschaft teilt, das gibt´s nicht so oft!
Ich habe das gleiche Problem wie du: Ich spreche die Sprache auch viel zu selten und habe auch echt Angst, dass ich sie irgendwann gar nicht mehr kann.