Jeder Student kennt sie und hasst sie: Die Lernphase. Bevor man genauer darüber nachdenkt, muss man sich bewusst darüber werden, dass es diese Phase des Semesters eigentlich nur im extremen Ausmaße gibt, weil man die intensive Lernerei mal wieder bis auf den letzten Moment hinausgezögert hat. Aber ihr wisst ja: “Nächstes Semester wird alles anders.”
Um einen Versuch zu starten, Studenten (und vielleicht sogar mich selbst, aber nur vielleicht) davon zu überzeugen, dass diese Aktion “Lernphase” eh nichts bringt, schreibe ich diesen Artikel.
Hier also fünf Gründe, die dagegen sprechen, alle Lernerei in die sich am Ende des Semesters befindende Lernphase zu quetschen:
1. Man kann eh nie genug lernen
Irgendeine Lücke hat man immer. So ist es zumindest bei mir. Also bringt es gar nichts, sich die letzten 3 Wochen vor der Klausur im Zimmer zu verbarrikadieren und nicht mehr die Wohnung zu verlassen.
2. Freizeitmangel
Hey, ihr könntet selbst eine dieser Personen sein, die am See chillen können, hättet ihr doch bloß früher mit dem Lernen angefangen. Nächstes Mal einfach jede Vorlesung nach-und vorbereiten und am Ende des Sommersemesters die schönen Sonnenstunden ohne schlechtem Gewissen am See verbringen. Da bleiben nämlich auch noch ein paar andere Stunden des Tages über, um das minimale Lernpensum des Tages zu erfüllen.
3. Was wird aus den anderen wichtigen Dingen des Lebens?
Es gibt so viele wichtige Dinge im Leben eines Studenten. Das wichtigste ist natürlich viel Zeit am Schreibtisch zu verbringen. Teilt man sich diese Zeit aber gut ein, ist es nicht mal nötig, alle anderen wichtigen Dinge wie bspw. den eigenen Blog, die Freunde oder andere Hobbies zu vernachlässigen. Muss man die Endphase des Semesters nicht zu sehr fürs Lernen beanspruchen, hat man genug Zeit für andere Dinge. Sei es nur eine Stunde am Tag.
4. Von Null auf Hundert und von Hundert auf Null
Wie soll euer Puls das mitmachen? Erst die Schreibtisch-Zeit des Tages auf PC-Angelegenheiten beschränken und dann auf einmal nur noch Bücher und andere Unterlagen wälzen. Nach der Lernphase wieder auf Null zu kommen, stell ich mir sehr schwer vor. Obwohl? Sind wir mal ehrlich: Wieder auf Null zu kommen ist einfach, aber wie schafft man es einfach auf die Hundert? Hierfür könnte ich in meiner derzeitigen Semesterphase auf jeden Fall noch Tipps gebrauchen!!!
5. Nervennahrung
Wer kennt es nicht? In der Lernphase stopft man Unmengen Schokolade in sich hinein, findet gleichzeitig aber bei dem Stress nicht die Motivation, ausreichend Sport zu machen. Schließlich geht in diesen Wochen lernen immer vor. Zumindest kann das schnell zur Ausrede für´s “nicht-Sporttreiben” gelten. Auch das könnte dich frühzeitiges Beginnen mit dem Lernen vermieden werden, hätte man ja letztlich genug Zeit für Sport.
Ich möchte letzlich betonen, dass einige Ausführungen natürlich völlig utopisch sind. Aber ich denke, dass sie im Kern durchaus ausbaufähig sind.
An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen und euch fragen, was ihr für Tipps habt, solche “Lern-Staus” zu vermeiden. Vielleicht geht es euch aber auch wie vielen anderen Studenten und ihr könnt die oben geschilderten Probleme sehr gut nachvollziehen. Für Tipps bzgl Motivationssteigerung wäre ich euch in diesem Moment ziemlich dankbar!
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Ich geh einfach an den See und lerne dort
Wie war das? Ich habe so lange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe.
Ich frage mich gerade, welche Wirkung dein Beitrag auf mich haben soll. Soll er mir sagen, dass ich lieber früh mit lernen anfangen soll oder will er mir sagen, dass jetzt anfangen eh nix mehr bringt und ich es auch gleich lassen kann?
Habe auch mal einen Beitrag über Motivationstipps geschrieben. Mir hilft ja die Sache mit den Belohnungen für sich selbst immer am meisten.
Sonja (509 comments) Antwort vom Juni 29th, 2009 21:04:
@Nadine, da bin ich dann aber viel zu abgelenkt. Zu viele Menschen, die man beobachten kann!
Jetzt ist es grad wohl etwas spät für die meisten. Zumindest hatte ich mich mal wieder brav vom Lernen abgelenkt!
@Konna, vielleicht hätte ich diesen Beitrag einfach am Anfang des Semesters verfassen sollen, dann wäre die Intention klarer.
Ich kenne so lange Lernphasen gar nicht. Wenn ich 3 Tage vorher anfange, dann ist das früh. Und meine Ergebnisse geben mir dann auch noch recht. Und so lang das so ist ändere ich natürlich auch nix.
Ich genieße und “gewinne” dennoch. Das muss daran liegen, dass ich super gut lernen kann. Andere brauchen Wochen… ich maximal 2 Tage. Aber naja…
Und mal unter uns: Nächstes Semester wird alles anders.