Vier Tage lang habe ich nun also im Rahmen meines Studiums ein rhetorisches Seminar mit dem Titel “Frei reden und überzeugen im Beruf” besucht. Glücklicherweise lassen die sogenannten “Allgemeinen Studien” des Zwei-Fach-Bachelors ja einen relativ großen Spielraum für die Erfüllung der Punktzahl (insgesamt 20LP). Für das von mir auserwählte soll es also am Ende zwei Leistungspunkte geben.
Was habe ich dafür geleistet? Durch viele kleine Sprach-Spiele, in denen es vor allem darum ging, spontan und phantasievoll seine Gedanken schnell in Worte umzuwandeln, sollte man also erlernen, frei zu sprechen. Gleichermaßen hat jeder Seminarsteilnehmer Spontanreden gehalten zu verschiedenen Themen und die angehenden Lehrer sollten natürlich auch ein fachspezifisches Phänomen an der Tafel erklären – so also auch meine Wenigkeit.
Debatten wurden auch durchgeführt, wie zum Beispiel die “Offene Parlamentarische Debatte”, in der es sich Regierung und Opposition zum Ziel setzen, innerhalb kurzer ihnen zugeteilter Redezeiten, die Freie Fraktion von ihren Argumenten zu überzeugen. Meine Position war die der Opposition und ich kam mir in der Tat vor wie in einer Debatte im Bundestag!
Hierbei ging es natürlich auch um Körpersprache und Überzeugungskraft. Das Video, welches während der Debatte von uns gedreht wurde, war doch sehr peinlich unterhaltsam, jedoch auf jeden Fall hilfreich. Es hat also sogar Spaß gemacht.
Lange Rede, kurzer Sinn.. mir hat dieser Kurs eine Menge Erfahrung und Sicherheit im freien Reden gebracht. Wenn ich mich sonst vor Referaten und Vorträgen gedrückt habe, ist mir nun klar, dass es doch gar nicht so schlimm ist wie ich immer befürchte!
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